Bericht zur 72 Stunden Aktion des BDKJ
1.500 Arbeitsstunden in drei Tagen
Auch in Rheurdt fiel um 17.07 Uhr der Startschuss für die 72 Stundenaktion „Uns schickt der Himmel“ durch unser Patenduett, Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen und Dachdeckermeister Karl-Heinz Ibold, einer unserer Elternvertreter, die sich die Aufgabe teilten und uns in den folgenden Tagen hilfreich zur Seite standen.

Das Projekt der Rheurdter Pfadfinder stand als „do it“ Variante schon fest. Weil ein großer Teil der Gartenanlage des Pfarrheims in absehbarer Zeit im Rahmen eines neuen Bebauungsplanes nicht mehr zur Verfügung stehen wird, sollte der verbleibende Teil saniert und für alle Gruppen, die das Pfarrheim als Domizil haben und nutzen, somit aufgewertet werden. Die Schwerpunkte dieser Maßnahme waren ein Carport, der in einer Konkursversteigerung erstanden worden war, um ihn zu einem überdachten Freisitz für Gruppenstunden oder andere Veranstaltungen, z.B. Sommerfest eines Chores o.ä., umzubauen. Dazu wurde ein ebenfalls ersteigertes Gartenhaus umfunktioniert zu einem Geräteschuppen zur Aufbewahrung von Tischen, Bänken und anderen Gerätschaften, eine neue Mehrzweck-Spielfläche mit Bodenhülsen für Netzpfosten und Toren, ein großes rustikales Regal zur trockenen Lagerung von Bauhölzern, ein großer Schaukasten im Eingangsbereich des Pfarrheimes erstellt. Darüber freuen sich besonders das Bücherei-Team und natürlich die Pfadfinder, weil man da ja neue Bücher und Spiele oder gelungene Ergebnisse aus der Gruppenstundenarbeit der Öffentlichkeit vorstellen kann. Die Tiefbaufirma Quick hat uns kräftig unterstützt bei der Beschaffung von Baumaterialien und bei den Vorarbeiten zum überdachten Freisitz, z.B. beim Bodenaushub und mit der Gründung (Packlage aus Recycling-Material) für die Bodenplatten. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei allen Sponsoren, Spendern und Helfern für die geleisteten Hilfen ganz herzlich bedanken!

Im Mittel waren täglich etwa 80 bis 90 Kinder und Jugendliche, sowie etwa 20 Erwachsene auf der Baustelle. Ein „Gewusel“ ohne Ende. Dabei ergaben sich ca. 1500 Arbeitsstunden. Die Kleinen putzten unter Anleitung ihrer Leiter/innen Erdbeeren, die zu über 200 Gläsern Marmelade verarbeitet wurden oder bauten 25 Nistkästen zusammen. Die Wölflinge und Jufis waren in Gruppen im Dorf unterwegs, um den Bürgerinnen und Bürgern das Projekt vorzustellen und Spenden beim Verkauf von diesen selbst gefertigten Produkten entgegenzunehmen. Die Großen bauten derweil den Schuppen, den Freisitz und das Materialregal, andere befreiten den Gartenbereich von Unkraut, legten Beete an, bepflanzten Blumenschalen und Tröge, pflanzten Sträucher, verbesserten und egalisierten den Boden der Spielfläche, säten Gras ein usw..

Beim Schachten der Fundamente für den Schaukasten wurden kurz nach Beginn der Aktion 2 Erdkabel getroffen und sauber durchgetrennt, so dass hier die Arbeit erst einmal ruhte und Freitag dann weitergeführt konnte, nachdem ein Bautrupp der Telecom den Schaden behoben hatte. Somit wurde der Schaukasten erst am Montag fertig.

Die tägliche Verpflegung wurde von unserem Küchenteam in der bekannt hervorragenden Qualität hergestellt. So wurden wir bei der Arbeit richtig verwöhnt! Auch einige Eltern brachten Stärkung in Form von Eis und Kuchen, die sofort dankbare Abnehmer fanden.

Einige Arbeiten wurden zum Selbstläufer. Es wurde gepinselt und gestrichen, eine feste Feuerstelle wurde aus Ziegelsteinen gemauert, die Holzstangen (Fichte, Weide und Douglasie) wurden entrindet und geschält, um daraus dann erste Lagerbauten in Form von Dreiböcken mit eingebundenen Fischernetzen zu erstellen.

Bis auf einige Kleinigkeiten waren die gesetzten Ziele am Samstagabend erreicht. Am Sonntag gab es dann um 10.30 Uhr mit unserem Diakon Herbert Thielmann einen wunderschönen Abschlussgottesdienst mit vielen Liedern und Einsegnung der neuen Anlagen. Anschließend wurde dann mit allen Beteiligten und einigen Gästen Richtfest gefeiert. Bis zum offiziellen Ende.(17.07Uhr) am Nachmittag wurde mit Getränken und Gegrilltem, mit Kaffee und Kuchen gefeiert. Es war eine gelungene Aktion, alle waren stolz und zufrieden mit dem Geleisteten und es ging ein Ruck durch den gesamten Stamm, was das „Wir – Gefühl“ anbelangt. Es war einfach schön!!!



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Veröffentlicht am 19.05.2009 um 17:18 Uhr

Autor: Unbekannt